Unser Kirchenvorstand

Zu unserem Kirchenvorstand gehören ab Mai 2016 folgende Personen

  • Vorsitzender: Pfarrer Andreas Sehn (Vertreter von Pfarrerin Mette)
  • Stellvertretende Vorsitzende: Karla Wachsmuth
  • Mathias Gründel
  • Birgit Göllnitz
  • Kay-Uwe Bauroth
  • Heike Wilhelm
  • Christiane Fleischmann
  • Heidi Jentzsch
  • Markus Göllnitz

Informationen  -  Was bewegt den / der Kirchenvorstand im Moment in unserer Gemeinde

April 2016

Einstimmig wurde in der Aprilsitzung Pfarrer Andreas Sehn zum Vorsitzenden des Kirchenvorstandes während der Mutterschutz- und Elternzeit von Kathrin Mette gewählt. Genauso einstimmig erteilte der Kirchenvorstand Karla Wachsmuth das Mandat zur stellvertretenden Vorsitzenden. Mit Freude nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass sich Markus Göllnitz bereit erklärt hat, die Nachfolge des Anfang des Jahres aus dem Kirchenvorstand ausgeschiedenen Volker Fleischmann anzutreten.

 

Einem Vorschlag von Karla Wachmsuth folgend wollen wir im Advent 2016 versuchen, einen sog. "Lebendigen Adventskalender" in unserer Gemeinde einzuführen: Jeder Einwohner / jede Einwohnerin in Bucha, Zeuckritz, Schmannewitz und Ochsensaal kann sich für einen Abend im Advent bewerben/anmelden (Wochenenden ausgenommen) an dem er oder sie zu sich nach Hause einlädt und sein privates ‚Adventstürchen‘ öffnet, mit seinen Gästen singt, eine Geschichte vorliest, Glühwein ausschenkt, einen Adventsstern bastelt und und und ...

 

Außerdem befassten wir uns mit konkreten Ideen zur Gestaltung der Gemeinschaftgrabanlagen auf unseren Friedhöfen und beschlossen, die zur Schmannewitzer Jubelkonfirmation getestete Mikrofonanlage in Auftrag zu geben.

 

März 2016

In der Kirchenvorstandssitzung von Anfang März beschäftigten wir uns zunächst mit den Voten der ephoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im vergangenen Frühjahr in unserer Region eine Visitation vorgenommen hatten. (Die Vorberichte und Voten finden Sie unter der Rubrik: "Kirche in der Region sein" ganz unten)

Dabei haben wir das Lob des Visitationsteams für die engagierte Arbeit der Ehren- und Hauptamtlichen zur Kenntnis genommen genauso wie die Kritik der Berichte, dass die Gemeindeglieder zu sehr an "Altem" festhalten würden. Unsererseits wurde an den Voten ein Mangel an Konkretion kritisiert. Das Urteil, die Christen in unseren Gemeinden würden nicht beten oder nicht genug die Bibel lesen, haben wir als Unterstellung zurückgewiesen. Dem Vorwurf eines auf den eigenen Kirchturm fixierten Denkens möchten wir entgegenhalten, was aus unserer Sicht eigentlich hinter dieser Einstellung steht: Es geht um die geistliche Beheimatung in einer konkreten, über Jahre gewachsenen Gemeinschaft. Zudem haben wir uns gefragt, wie die Kritik am „Kirchturmdenken“ in Zusammenhang steht mit dem von der Landeskirche Ende 2015 ausgegebenen Leitziel künftiger Strukturreformen: "Damit Kirche im Dorf bleibt".

Kathrin Mette zieht aus den Visitationsvoten das persönliche Fazit, dass die reg. Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkündigungsdienst verbessert werden muss und wird anregen, gemeinsame monatliche Dienstbesprechungen mit dem Dahlener und Cavertitzer Bereich einzuführen.

 

Beschlossen wurde in der Sitzung die neue Friedhofsordnung. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Regionalkirchenamt wird es nach Inkrafttreten dieser Ordnung möglich sein, auch Steineinfassungen von Gräbern vorzunehmen. Auf Antrag beim Kirchenvorstand dürften weltliche Trauerfeiern in unseren Kirchen stattfinden. Außerdem werden in absehbarer Zeit Gemeinschaftsgrabanlagen auf den Friedhöfen realisiert werden.

 

Das Thema Mikrofonanlage für die Schmannewitzer Kirche stand auch einmal wieder auf der Tagesordnung. Uns liegt ein neues Angebot vor, das nun einmal konkret vor Ort getestet werden soll.

Dezember 2015 / Januar 2016

Immer noch geht es im Kirchenvorstand um die neue Friedhofsordnung. Wir haben mittlerweile einen Entwurf verabschiedet. Der liegt nun beim Regionalkirchenamt. Mal sehen, was die dortigen Mitarbeiter zu unseren Ideen sagen.

 

Außerdem beschäftigt uns nach wie vor die Frage, wie es weitergehen soll mit dem kirchlichen Leben in unserer Region. Das Landeskirchenamt hat uns nahegelegt, ein großes Kirchspiel zu bilden, das den ganzen ehemaligen Kirchenbezirk Oschatz umfasst und bei dem dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkündigungsdienst, also Kantorinnen, Pfarrer und Gemeindepädagoginnen angestellt wären. Natürlich hätte trotzdem jeder Kantor und jede Pfarrerin ein bestimmtes ihm oder ihr zugewiesenes Arbeitsgebiet. Ob sich diese Idee als sinnvoll erweist und umsetzen lässt, wird in den nächsten Monaten zu diskutieren sein.

 

Ende des Jahres 2015 ist Volker Fleischmann aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden. Im Moment suchen wir eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für ihn.

Sitzung vom Oktober 2015

Mittlerweile sind eine ganze Reihe von Fragebögen zur neuen Friedhofsordnung bei uns eingegangen. Die Friedhofsordnung war daher auch wieder Thema in der Oktobersitzung des Kirchenvorstandes. Deutlich zeichnet sich bei den Befragten der Wunsch ab, die Grabgestaltung freizugeben. Der Kirchenvorstand wird diesem Wunsch in der neuen Ordnung gern nachkommen.


Außerdem haben wir uns mit der Advents- und Weihnachtszeit beschäftigt. Für alle Kirchen stehen bereits Weihnachtsbäume in Aussicht. Das freut uns sehr. Wir haben beschlossen einen Herrnhuter Außenstern auf dem Platz vor dem Pfarrhaus anzubringen. Die Weihnachtskollekte soll dieses Jahr zur Hälfte der Tafel in Oschatz zu Gute kommen.

Und wir haben eine diakonische Adventsaktion unserer Gemeinde geplant. Näheres werden Sie bald dazu auf dieser Website und im neuen Gemeindebrief erfahren.

Sitzung vom September 2015

Nach einer ungewohnt langen Pause hat sich der Kirchenvorstand im September wieder einmal im Pfarrhaus versammelt.

Den geistlichen Beginn übernahm Karla Wachsmuth. Sie fand berührende Worte rund um das Thema "Gesund-Sein ist nicht gleich Heil-Sein".

 

Was stand in dieser Sitzung auf der Tagesordnung?

  • der Beschluss des Stellenplanes und der Haushaltspläne 2016 für die Kirchgemeinde und das Rüstzeitheim
  • Pfarrerin Mette brachte die Mitglieder des Kirchenvorstandes auf den neuesten Stand in puncto "Zusammenwachsen in der Region"
  • wir stellten weitere Überlegungen an, wie unsere Friedhofsordnung zu überarbeiten wäre. Dazu schauten wir uns u.a. Fotos von Gemeinschaftsgrabanlagen in Oschatz und Dahlen an und hörten mit Interesse Kay-Uwe Bauroths Bericht, dass die Gemeinschaftsgrabanalge in seinem thüringischen Heimatsort mit einer Art Stele bzw. einem Obelisk ausgestattet ist, an den austauschbare Namensplatten angebracht werden. Erneut flammte zwischen uns auch eine Diskussion auf, wie eine Öffnung der Kirchen für weltliche Trauerfeiern (die die Mehrheit des KV befürwortet) so gestaltet werden kann, dass die Würde der Kirchen gewahrt und nicht etwa durch kirchenfeindlichen oder gar rechtspopulistische Äußerungen beschädigt wird. Hier wird es viel auf die Gestaltung der Nutzungsverträge, aber auch auf ein   vertrauensvolles Verhältnis zwischen der Kirchgemeinde und den Bestattern ankommen. Da die Öffnung der Kirchen für weltliche Trauerfeiern unserem Wissen nach in Laas bereits praktiziert wird, wollen wir entsprechende Erkundigungen in dieser Kirchgemeinde einholen
  • über die aktuellen Entwicklungen in Bucha rund um das Thema "Flüchtlinge" informierte Mathias Gründel
  • einige Vorschläge zur Neugestaltung des Rüstzeitheimgartens wurden dem Kirchenvorstand vorgestellt. Insbesondere die Erneuerung des Spielplatzes wird dabei vom Kirchenvorstand als dringend angesehen

Sitzung vom Juni 2015

 

Zu Beginn der Sitzung hatten wir Rüdiger Häge aus dem Landeskirchenamt zu Gast. Er betreut und unterstützt die Kirchgemeinden unserer Landeskirche, die Im Besitz von Waldflächen sind. Unserer Kirchgemeinde gehört mit einer Waldfläche von 76,6 ha zu den TOP 10 der waldbesitzenden Kirchgemeinden in der Landeskirche. Herr Häge legte uns ein Betriebsgutachten zum Wald vor, erläuterte die neue Landschaftsschutzverordnung für die Dahlener Heide, in der festgelegt ist, dass in unserer Region weniger „exotische“ Baumarten angebaut werden sollen. Herr Häge favorisiert und praktiziert eine naturnahe und schonende Bewirtschaftung unserer Waldflächen, worin ihn der Kirchenvorstand bestärkt hat.

 

In einem weiteren Tagesordnungspunkt hat sich der Kirchenvorstand mit der gegenwärtig geltenden Friedhofsordnung auseinandergesetzt, die aus der Sicht der Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher einer Überarbeitung bedarf. Neben kleineren Änderungen richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf drei Punkte.

 

  • Grüne Wiese bzw. Gemeinschaftsgrabanlage: Die Diskussion bewegte sich hier deutlich in die Richtung, dass wir das Bedürfnis vieler Menschen verstehen können, in einer Grabstätte zur letzten Ruhe gebettet zu werden, die den (zum Teil sehr weit weg wohnenden) Angehörigen keine intensive Grabpflege abverlangt. Gleichzeitig haben sich die Mitglieder des Kirchenvorstands gegen anonyme Beisetzungen ("grüne Wiese") ausgesprochen. Aus unserer Sicht entspricht es dem christlichen Glauben, die Würde und den Wert jedes einzelnen Menschen auch über den Tod hinaus zu respektieren und festzuhalten. Deswegen votiert der Kirchenvorstand, auf allen unseren Friedhöfen Gemeinschaftsgrabanlagen einzurichten, die mit Namenstafeln versehen sind. Näheres soll in einer weiteren Sitzung besprochen werden.
  • Eine wichtige Frage der Friedhofsordnung betrifft die Grabgestaltung, die bisher recht rigide vorgeschrieben ist. Wollen wir hier der individuellen Grabgestaltung (z.B. Grabeinfassungen nicht nur mit Hecke, sondern auch mit einer Steinkante) ein größeres Recht einräumen? Der Kirchenvorstand ist in dieser Frage uneins. Im nächsten Gemeindebrief soll ein Fragebogen an die Gemeindeglieder erscheinen, der uns bei der Entscheidungsfindung unterstützt
  • An dritter Stelle haben wir uns mit der Frage befasst, ob wir unsere Kirchen gegen ein Entgeld für weltliche Bestattungen öffnen sollen. Auch hier gibt es noch Diskussionsbedarf

 

Des Weiteren fassten wir in der Sitzung eine caritative Adventsaktion unserer Gemeinde ins Auge. Wir haben überlegt, in diesem Jahr eher die in unserer Region lebenden Asylbewerber und Asylbewerberinnen zu unterstützen und zu beschenken als uns erneut an der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" zu beteiligen.

 

Was die Sanierung der Kirche Bucha anbelangt, so wird in den nächsten Wochen der Baugenehmigungsantrag für einen ersten Bauabschnitt gestellt. Er betrifft das Dach des Kirchenschiffs, die Anbauten und die obere Passage des Kirchturms.


Sitzung vom Mai 2015

Im Nachgang zur Visitation haben wir in der Mai-Sitzung des Kirchenvorstands einmal die verschiedenen Angebote unseres Gemeindelebens unter die Lupe genommen. Insbesondere hat uns dabei interessiert, welche Formate wir eigentlich stärken müssten, wenn es darum geht ...

  • attraktive Angebote für die verschiedenen Altersgruppen unserer Gemeinde zu machen
  • Menschen für unser Gemeindeleben zu interessieren, die die kirchlichen Angebote bisher kaum oder nur sporadisch in Anspruch nehmen
  • Menschen zu erreichen, die aus der Kirche ausgetreten sind oder bisher überhaupt keinen Kontakt mit dem christlichen Glauben / der christlichen Kirche hatten

Darüber hinaus erhofften wir uns von dieser analytischen Betrachtung des Gemeindelebens auch,  Angebote  benennen zu können, die sich überlebt haben, also kaum noch in Anspruch genommen werden.

Folgende Ergebnisse erbrachte die Analyse:

  • Überlegungen zur Stärkung des Männerkreises; ev. Verlegung in den Wiesenhof und Gestaltung im Sinne eines Männerstammtischs, gezielte Einladungen an die Männer der Region
  • nach der Erfahrung in diesem Jahr, dass es viel Freude macht, den Weltgebetstag in großer Runde zu feiern, möchten wir dieses Angebot in Zukunft gerne in Kooperation mit unseren östlichen/südöstlichen Nachbargemeinden (Kirchverbund Cavertitz) gestalten
  • im Bereich der Konfirmandenarbeit wäre es im Interesse des Gemeindeaufbaus sinnvoll, die Paten und Eltern stärker als bisher einzubeziehen
  • einig waren wir uns über die große Bedeutung (für die Gemeinde, zum Gemeindeaufbau, aber auch im Interesse Menschen zu erreichen, die der Kirche fernstehen) der kirchenmusikalischen Angebote
  • Bei der Bibelwoche sehen wir "Umgestaltungsbedarf". Darüber wollen wir beraten, wenn die nächste Bibelwoche in den Blick rückt
  • die Christenlehre soll ab dem Schuljahr 2014/15 an die Schulen angebunden werden
  • aus unserer Sicht steht zur Diskussion, ob man die Besucher der Buchaer Johannisandacht nicht zu einer zentralen Feier nach Schmannewitz einlädt
  • Die Adventsfeier unserer Gemeinde hat sich dagegen aus unserer Sicht überholt. Es nehmen immer weniger Gemeindeglieder daran teil.  Was hingegen gut funktioniert, ist das Kaffeetrinken und Weihnachtsliedersingen im Anschluss an den Gottesdienst zum Vierten Advent in der Gaststätte Fröhlich. Künftig soll dieses Kaffeetrinken als die eine zentrale Advents- bzw. Weihnachtsfeier der Gemeinde verstanden und beworben werden.

Zum Thema Kinderabendmahl: Die Vorbereitung der Kinder soll im Wesentlichen in der Christenlehre und der Kinderkirche erfolgen. Außerdem soll den Kindern und ihren Eltern die Möglichkeit offeriert werden, am kompakten Oschatzer Vorbereitungskurr teilzunehmen.

Als Jahrestermin für das Erstabendmahl haben wir den Gründonnerstag ins Auge gefasst.


Erfreulicherweise konnten wir in der Sitzung auch schon zur Wahl der Kirchenbezirkssynodalen schreiten. Gewählt wurden Heidrun Schneider aus Zeuckritz und Edeltraud Müller aus Bucha.


Sitzung vom März 2015

  • Der  Kirchenvorstand hat einstimmig beschlossen, dass wir in unserer Kirchgemeinde das Kinderabendmahl einführen wollen. Kinder ab dem Schulalter können dann in Begleitung ihrer Eltern oder Paten am Abendmahl teilnehmen, wenn sie zuvor unterwiesen worden sind. Alles Nähere (ab wann geht es los? zu welchem Termin im Kirchenjahr wollen wir "Erstabendmahl" feiern, wie wird die Unterweisung der Kinder gestaltet?) soll in den nächsten Monaten geklärt werden
  • im Herbst 2015 wird sich eine neue Kirchenbezirkssynode konstituieren. Aus unserer Gemeinde sollen 2 Delegierte und die Pfarerrin Mitglied der Synode sein. In nächster Zeit werden wir geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen
  • Die Ersatzpflanzung (Linden) für die gefällten Ahornbäume auf dem Schmannewitzer Friedhof steht in fachlicher Hinsicht nun doch infrage: Es wurden von mehreren Experten Bedenken geäußert, dass die Wurzeln der neu zu pflanzenden Linden irgendwann doch wieder „Mauerprobleme“ verursachen. Der Kirchenvorstand hat daher beschlossen, auf Baumneupflanzungen entlang der Schulstraße zu verzichten
  • ein Archivnotfallplan wurde an die anwesenden KV-Mitglieder ausgehändigt
  • der alte Rasentraktor steht für Interessenten aus unserer Gemeinde zum Verkauf. Der Preis ist Verhandlungssache

Sitzung im Februar 2015

  • wir werden die Paramentikerin Cornelia Schneider aus Leipzig damit beauftragen, neue grüne Paramente für die Kirche Schmannewitz zu entwerfen und zu weben
  • die Bewerbung von Pfarrerin Mette auf die Pfarrstelle der Kirchgemeinde (das ist so üblich nachdem die Probezeit abgelaufen ist) wurde vom Kirchenvorstand angenommen. Der Gottesdienst zur Einführung soll am Johannistag stattfinden.
  • An die Stelle der Lebensbäume vor der Kirche Schmannewitz, die im Januar gefällt wurden, soll ein Bauernjasmin gepflanzt werden

Sitzung im Januar 2015

  • Volker Fleischmann wird zum neuen Vorsitzenden des Kirchenvorstands gewählt, Pfarrerin Mette zur stellvertretenden Vorsitzenden
  • mit Blick auf den Auftrag der Landeskirche an die Nordregion unseres Kirchenbezirks (Kirche zwischen Collm und Heide) favorisiert der Kirchenvorstand momentan das Modell eines Kirchspiels (gebildet aus allen Gemeinden)
  • Solange unsere Gemeindepädagogin Karen Sehn noch zur Reha ist, werden die Christenlehrekinder ermuntert, die Angebote der Kirchgemeinden Cavertitz und Lampertswalde wahrzunehmen
  • für den Friedhof Schmannewitz wurden umfangreiche gärtnerische Maßnahmen beschlossen. Vor allem sollen die Ahornbäume entlang der Friedhofsmauer gefällt werden. Begründung: Nach dem Gutachten eines Friedhofsachverständigen aus dem Regionalkirchenamt stellen die großkronigen Ahornbäume bald ein Problem für die Verkehrssicherung dar. Außerdem dürften die Wurzeln dieser Bäume mitverantwortlich sein für die Probleme mit der Friedhofsmauer. Als Ersatz für die Ahornbäume sollen drei kleinkronige Linden gepflanzt werden, deren Wurzeln weicher sind als die der Ahornbäume und Hindernissen zudem eher ausweichen.

Und wer etwas zur Geschichte der Institution "Kirchenvorstand" erfahren will, sollte hier weiterlesen ...

 

 

Am Ersten Advent wurden in Sachsen über 7000 Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher in ihr Amt eingeführt. Kirchenvorstände leiten zusammen mit den Pfarrern und Pfarrerinnen die Gemeinden und haben dabei vor allem Verantwortung für deren gesellschaftliche Wirksamkeit, für das gemeindliche Leben und die Gottesdienste.

Doch wie kam es zur Entstehung und welche Rolle spielten die jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in ihrer Geschichte?

Bereits im 16.Jh. hatte die Reformation im Gefolge Martin Luthers die theologischen Grundlagen für die Übertragung von Leitungsaufgaben an „Laien“ gelegt. Die Überzeugung vom „Allgemeinen Priestertum aller Gläubigen“, also der grundsätzlichen Gleichstellung aller Christinnen und Christen vor Gott, führte aber nicht zu einer Gemeindeleitung durch von den Gemeinden bestellte Personen. Die Wittenberger Reformatoren erbaten den Schutz der Landesherren für die reformatorische Bewegung, die dadurch Träger der „Kirchengewalt“ wurden und damit über das, was in den Gemeinden zu geschehen hatte, entschieden. Die Verwaltung der Kirche wurde zu einem Teil der Staatsverwaltung. Was vor Ort zu regeln war, regelten die Pfarrer. Kirchenvorstände gehörten nicht zu den Früchten der Wittenberger Reformation.

Zwingend war das nicht. Die evangelisch-reformierten Gemeinden z.B. in den Niederlanden und in Frankreich kannten von Beginn an ein „Ältestenamt“, welches die Gemeinden leitete.

In den lutherischen Kirchen blieben dagegen noch für eine recht lange Zeit die Mitwirkungsmöglichkeiten der Gemeindeglieder sehr begrenzt. Die Kirchenleitungen waren, dem Zeitgeist entsprechend, kaum an der Förderung von Eigenverantwortung in den Gemeinden interessiert. Ähnlich wie im Staat sah man in den Christinnen und Christen eher Untertanen als Schwestern und Brüder. Reformer wie Philipp Jakob Spener nannten den Ausschluss der allermeisten Gemeindeglieder von der Leitung und von der Gestaltung des Gemeindelebens eine der Hauptursachen für das „Verderben der ganzen Christenheit“.

Es dauerte noch bis weit hinein in´s 19. Jahrhundert, bis es dann in den lutherischen Kirchen tatsächlich zur Bildung von Kirchenvorständen kam. Ausschlaggebend waren weniger die demokratischen Ideale der bürgerlichen Revolution als vielmehr der Wunsch, die offenkundig zunehmend von der Kirche entfremdeten Menschen in den Dörfern und Städten wieder stärker mit ihrer Gemeinde zu verbinden. Dagegen blieben maßgebliche Theologen und Juristen misstrauisch gegenüber freien Gemeindewahlen und „Laien“ in der Leitung der Kirche.

In den Landeskirchen in Deutschland kam es dennoch nach und nach zu Verfassungsreformen. In Sachsen wurde 1868 eine Kirchenvorstands- und Synodalordnung versabschiedet. Wahlberechtigt waren demnach „selbständige Hausväter, die das 25. Lebensjahr erfüllt hatten“. In den auf diesem Wege erstmalig gebildeten Kirchenvorständen fanden sich vielerorts dann auch vor allem Angehörige des Mittelstandes, Vertreter einflussreicher Familien, Beamte sowie Offiziere.

Mit der Abdankung der Landesfürsten 1918 ging auch deren Kirchenregierung zu Ende. Die nunmehr selbstbestimmt agierenden Kirchen organisierten ihre Verwaltung in Analogie zum demokratisch verfassten Staat. An Kirchenvorstandswahlen konnten alle erwachsenen Gemeindeglieder teilnehmen und ganz wie außerhalb der Kirche konkurrierten Bewegungen und Parteien mit ihren Listen miteinander.

Nach 1933 kam es darauf an, gegenüber staatlichen Zumutungen als Kirche eigenständig zu bleiben. Das führte viele lutherische Gemeinden in eine Krise, denn in vielen Kirchenvorständen dominierten dem „Führerprinzip“ verpflichtete „Deutsche Christen“, die den Nationalsozialismus begrüßten.

Auch um solche oder ähnliche Unterwanderungen auszuschließen, wurde nach 1945 die dem Parlamentarismus entlehnte Listenwahl aufgegeben. An ihre Stelle trat eine Wahlordnung, die auf die aktive Beteiligung der Kandidaten am Leben der Gemeinde achtete und insgesamt eher geistlich ausgerichtet war.

In der DDR gehörten die Kirchenvorstandswahlen zu den wenigen Möglichkeiten, eine Wahl nach demokratischen Standards zu erleben und die Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher schöpften in einem oft feindlichen Umfeld Kraft aus ihrer geistlichen Legitimation und aus der Beauftragung durch die Gemeinden. Kirchenvorstände und Synoden waren Orte der Einübung in Demokratie und wurden dadurch Vorbereiter und Mitgestalter der gesellschaftlichen Veränderungen ab 1989.

Heute haben die Kirchen Anteil an dem beträchtlichen bürgerschaftlichen Engagement, das unsere Gesellschaft auszeichnet.

Wenn Männer und Frauen ihre Kompetenzen und ihre Glaubensüberzeugungen in die Arbeit der Kirchenvorstände einbringen, nehmen sie Verantwortung wahr für ihre Gemeinden in einer Zeit des Wandels und ebenso für unsere Gesellschaft. Indem sie christliche Positionen in sozialen Fragen vertreten, indem sie sich darum kümmern, dass Flüchtlinge Zuflucht und Zuwendung finden, indem sie Kindergärten und kirchliche Schulen betreiben und Begegnungsräume für Senioren schaffen, sorgen Kirchenvorstände dafür, dass die christliche Gemeinden in der Gesellschaft präsent sind und der Allgemeinheit dienen.

Dr. Heiko Franke, Joachim Wilzki Ehrenamtsakademie

LVZ 12.12.2014